Erfolg der KATA Athleten Sachsens auch im Bereich der geistig Behinderten

Der Start bei den Deutschen KATA Meisterschaften am 21.5.2023 als Abschluss des DJB Judofestival in Bad Ems stand ursprünglich gar nicht auf dem Terminplan.

Bereits seit Januar gab es kaum ein Wochenende, an dem nicht ein Wettkampf oder ein Trainingstag anstand. Nach der Teilnahme an den Meisterschaften der U18 und den internationalen Turnieren in Thüringen im März, die alle mit Platzierungen unter den ersten 5 abgeschlossen wurden, war sozusagen die Luft raus.

Jetzt kam unser Jörg Schröder und legte Anna Scheppan vom JC Antonsthal-Schwarzenberg den Start bei den Niedersächsischen KATA-Meisterschaften am 6.5.2023 nahe. Bei den ID-KATA’s wird aktuell eine der ersten 3 Gruppen der Naga No Kata gezeigt, Sutemi Waza ist bei den ID-Sportlern verboten. Alternativ kann die erste Gruppe der Katame No Kata gezeigt werden.

Wegen der behinderungsbedingten Gleichgewichtsprobleme hatte sich Anna für die Te-Waza Gruppe entschieden. Es gab aber bisher keine passenden UKE. Nach etwas Suche konnten wir Jason Luca Krahl vom TSV 1864 Schlettau überreden, mit Anna zu den Niedersächsischen Meisterschaften zu fahren. Mit nur wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten wurde dort unter drei Teams der zweite Platz belegt. Damit war dann auch klar, dass zu den Deutschen Meisterschaften gefahren werden soll. Also schnell eine Übernachtung in der Nähe gesucht und am 13.5.2023 noch den zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften der ID-Judoka in Neubrandenburg mitgenommen. Wie schon erwähnt blieb für eine Vorbereitung auf die KATA gar nicht genug Zeit.

 

Ankunft und Aufwärmen war in Bad Ems früh bereits 8.30 Uhr angesetzt. Der Zeitplan war vorab bekannt und wurde sehr gut eingehalten. Die Finalrunde der ID-Katas startete kurz vor der Mittagspause. Anna und Jason zeigten gute Techniken waren aber so aufgeregt, dass die jeweiligen Startpositionen nicht stimmten. Es gab trotzdem den Beifall der Anwesenden, was auch die besondere Atmosphäre der KATA-Wettkämpfe ausmacht. Jedes Paar wird nach der Demonstration mit Beifall belohnt, selbst die Konkurrenz klatscht mit.

Am Ende reichte es für Platz 5, was für die kurze Vorbereitung ein beachtliches Ergebnis ist.

Nach der Mittagspause musste Anna gleich noch einmal ran. Sie startete als einzige ID-Sportlerin in zwei Kata-Wettbewerben. Mit Uke Reinhard Weidauer (JCAS) zeigte sie als erstes Team in der Katame No Kata eine super Leistung. Wir hatten „nur“ einen Schrittfehler bemerkt, die Wertungsrichter sehen natürlich viel mehr Fehler. Trotzdem waren die anderen Teams der Finalrunde merklich beeindruckt.

Dann hieß es warten auf die Siegerehrung, weil nur die Ergebnisse der Vorrunden bekannt gegeben werden. Die Endergebnisse und Platzierungen gibt es erst ganz am Schluss. Das Team aus Sachsen musste sich in der Inklusive Katame No Kata nur dem Team Thorben von Kneten (Hünxe) mit Sergio Sessini (Osterfeld) knapp geschlagen geben und erreicht damit den Vizemeistertitel. Einigen dürfte der mehrmalige Weltmeister und regelmäßige Deutsche Meister Sergio Sessini noch vom Judofestival auf dem Rabenberg bekannt sein.

Das zeigt aber auch umso deutlicher, wie stark die Teams auch bei den Inklusiven Kata’s vertreten sind.

 

Text und Bild: Reinhard Weidauer