Handwerkszeug für Trainer

Lizenzverlängerung für Trainer C auf dem Rabenberg

So, da war er wieder mal dran – der Auffrischungskurs für 25 Trainer. Sie kamen aus verschiedenen Judovereinen in Sachsen und Thüringen sowie aus Baden-Württemberg und wollten oder mussten zum Kurs, der die Lizenz verlängert. Was gibt es da schon aufzufrischen?

Norbert Fahrig versuchte mit viel Engagement und Aufwand in der Vorbereitung, uns ein interessantes und abwechslungsreiches Wochenende zu gestalten.

Am Sonnabend erfuhren wir Aktuelles und Streitbares zur kommenden Kyu- und Dan-Prüfungsordnung in Sachsen, danach kam gleich der praktische Teil. Und da waren sie wieder – unsere Probleme… Also stellte es sich doch für viele von uns als sinnvoll heraus, sein theoretisches Wissen und die praktische Umsetzung der Techniken mal einer Frischzellenkur zu unterwerfen und damit letztendlich unsere Demonstrations- fähigkeit zu verbessern. Wir wiederholten grundlegende Stand- und Bodentechniken, zeigten den anderen unsere eigenen Varianten, erklärten und wurden von Norbert gelobt und kritisiert…

Danach versuchte Uli Häßner, uns die Grundlagen der Selbstverteidigung-Katas im Kyu-Bereich nahe zu bringen. Sein Ziel war, uns dafür zu sensibilisieren, was eine gute SV-Technik im Judo auszeichnet: Ganz einfach – dass sie logisch ist!

Danach kam eine Einheit „Dehnung“, vorgetragen von Dr. Richter. Er erläuterte physiologische Grundlagen und Tests zur Erkennung von muskulären Problemen bei unseren Judoka. Wir dehnten und „bogen uns zurecht“, für die meisten von uns kein Problem – Ü45 mal ausgenommen …

Am Abend hatten wir die Möglichkeit, nach Demonstration durch das Ehepaar Georgie vom KSC Chemnitz und unter den strengen Augen von Norbert, die ersten Techniken der Kodokan Goshinjutsu zu erlernen. Na ja, das sah noch nicht so perfekt aus, aber hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht und ist sicherlich für einige von uns Anregung, sich mit dem Thema „Kata“ in Zukunft intensiver zu beschäftigen.

Der Sonntag begann theoretisch, aber nicht minder interessant. Die rechtlichen Aspekte, vorgetragen von Rechtsanwalt Olaf Busch, warfen viele Fragen zur realen Vereinstätigkeit und zur Aufsichtspflicht auf. Das Hauptthema „Notwehr und Notstand“ wurde dann kurz und prägnant abgehandelt.

Niklas Nietz brachte uns als letzte Einheit kindgerechte Erwärmung und Didaktik der Vermittlung des Morote-Seoi-Nage im Anfängerbereich nahe. Das war eine sehr praxisbezogene Stunde, die mir viel Neues zur Arbeit mit den Kindern brachte. Die Ergänzungen zur Ausführung dieser Technik im Leistungssportbereich waren interessant und beendeten ein lehrreiches Wochenende – das eben nicht nur als Pflicht zur Lizenzverlängerung, sondern auch als Handwerkszeug für unsere weitere Arbeit als Trainer in den Vereinen gesehen werden soll.

Vielen Dank an alle Referenten.

Im Namen der Teilnehmer Andrè Schneider, SSV Heidenau

 

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