Workshop Katame-no-kata Teil 2

Workshop „Katame – no – kata“  Teil 2

Am 08.02.2014 trafen sich fast 40 Judoka aus ganz Sachsen in Riesa, um dem traditionell gewordenen Kata-Workshop mit Prof. Dr. Peter Deegen beizuwohnen. Der vielfältig ausgebildete und erfahrene Referent ist Mitglied des Kodokan und hat erstklassige Kenntnisse im traditionellen Judo und seinem Entstehen. Peter vermittelte sein Wissen mit großer Begeisterung und Freude in seiner uns bekannten frischen und höflichen Art. Es ist ein Genuss, durch ihn in die weiten Tiefen des Judo einzutauchen. In diesem Jahr wurden im Detail die Befreiungs- und Verteidigungsmethoden in der „Katame-no-kata“ behandelt. Viele Judoka einschließlich einer Vertretung der Danprüfer des JVS nutzten diesen Termin zum Festigen der im letzten Jahr gewonnenen Erkenntnisse, für einige war es ein Neueinstieg in die Welt der Kata.

Nach der Begrüßung durch unseren Lehr- und Prüfungsreferenten Norbert Fahrig, der auch die Anwesenheit und Mitwirkung des Katabeauftragten des JVS Klaus Büchler würdigte, folgten wir den verschiedenen spezifischen Vorbereitungsübungen einschließlich Ukemi, die uns auf die bevorstehende Bodenarbeit einstimmten. Diese wurden von Sportfreund Heiko Kother, der sich freundlicherweise auch als kompetenter Uke unserem Referenten zur Verfügung stellte, in gut gestaffelten Abfolgen demonstriert.

Schwerpunkt dieses Workshops waren die Befreiungs- und Verteidigungshandlungen in der Kata. Das erforderte das koordinierte Zusammenarbeiten zwischen Tori und Uke. Peter betonte immer wieder, dass die „Katame-No-Kata“ eine Kata der Kontrolle ist. Es handelt sich in erster Linie um die eigene Kontrolle, dann um die des Uke. Besonderes Augenmerk muss auf die „Immobilisation“ des Gegners gelegt werden. Dabei konnten wir erkennen, dass durchgehende Belastung und Kontrolle des Uke immer gewährleistet sein muss. Wir hatten reichlich Zeit zum Üben, eine integrierte Fehlerkorrektur führte zum richtigen und nachhaltigen Verständnis der Techniken und Gegentechniken.

In der Mittagspause wurden wir wieder von Anja Pohlink und deren Helfern hervorragend versorgt.

Gestärkt und keinesfalls müde wiederholten wir die vormittags erlernten Bewegungsabläufe. Peter erklärte uns Entstehungsformen der Kata und hob hervor, dass Kata und Randori gleichgewichtige Standbeine des Judo sind. Wir lernten auch, wie sich die Rolle von Tori und Uke im Laufe der Kata ändert. Bei den Haltetechniken verhält sich Uke in der Anfangsphase der Technik zunächst passiv, erst nach Wirksamwerden der Technik startet er die Befreiungsversuche, bei Shime-waza versucht er etwas früher den Griff zu verhindern und schließlich bei der Gruppe der Kansetsu- waza ergreift er selbst die Initiative und startet Angriffe gegen Tori.

Mit diesen fundierten Hintergrundinformationen konnten wir die Bewegungsabläufe gut verstehen und nachvollziehen.
Zum Abschluss des Workshops zeigten uns Peter Deegen und Heiko Kother in einer Zusammenfassung die aus Zeitgründen nicht behandelten Techniken der Kata in einer vorbildlichen Ausführung. Pünktlich 16.00 Uhr endete der hochinteressante Tag, der mit kräftigem Applaus gewürdigt worden ist.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass Peter auch dem Wirken aller um die Veranstaltung herum beteiligten Personen Aufmerksamkeit und Würde beigemessen hat.
Für uns war dies ein gelungener Samstag, wir freuen uns schon auf die „Ju-no-kata“ im nächsten Jahr.

Ein herzlicher Dank geht an alle Mitwirkenden!

Im Namen aller Teilnehmer:          Lars Schneider         SV Fairsport Dresden

 

Norbert Fahrig         Lehr-und Prüfungsreferent des JVS

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