Judo-Verband Sachsen trauert um Dietmar Hüllebrand

Die Nachricht war ebenso so unglaublich wie unfassbar. Völlig überraschend ist Dietmar Hüllebrand verstorben.

Man will nicht wahrhaben, ein solch aktiver Mensch, sportlich sehr fit, immer gesund, immer lustig, ist plötzlich nicht mehr da. Besonders tragisch ist es für seine Familie. Dietmar hatte klare Pläne, sich demnächst aus dem Berufsleben zurückzuziehen und seine Aufgaben im Verband in jüngere Hände zu geben. Dafür hatte er bereits Vorsorge getroffen, damit alles ohne Bruch weitergeht. Seine Familie sollte endlich mehr von ihm haben, seine Enkel von ihrem lieben Opi. Die Tragik ist ungeheuer. Wir wünschen seiner Familie die Kraft, damit zurechtzukommen.

Das Judo in Sachsen und auch in Deutschland ist ohne ihn nicht vorstellbar. Dietmar war eine Institution im Judo-Verband Sachsen, die Stütze und hoch anerkannte Person im SB Chemnitz, im Vogtland, in Rodewisch. Dietmar und seine Familie waren im positiven Sinne die Judodynastie in der Region und unverzichtbar für den Judoverband Sachsen.

Die Gründung des Judo-Verband Sachsen 1990, der Aufbau von Strukturen und die Organisationen des Sports waren in entscheidendem Maße von Dietmar Hüllebrand mitgeprägt worden. Von Anfang an trug er die Verantwortung für die Belange des Schulsports Judo in Sachsen. Eine zunehmende und heute stabil hohe Zahl teilnehmender Mannschaften am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ ist hier sein besonderer Verdienst. Die von ihm geleitete Fortbildung der Sportlehrer war beliebt und hoch anerkannt.

Der Umfang der Tätigkeiten von Dietmar im Judo war riesig und beispielhaft. Seit Gründung des JVS war er Referent für Schulsport. Viele Jahre erfüllte er dazu die Doppelfunktion Vizepräsident des JVS. Seine ruhige sachliche Art, seine immer konstruktiven Beiträge, der Einsatz für die Interessen des Judosports bei gleichzeitiger Kompromissbereitschaft waren wohltuend und förderlich bei allen Sitzungen oder Veranstaltungen.

Mit Dietmar hatte man immer Spaß, kam aber auch immer zu Ergebnissen. Zuverlässigkeit bei der Erfüllung übernommener Aufgaben war selbstredend.

Sein Wirken als Trainer und Funktionär und sehr lange als Präsident im Verein JV Ippon Rodewisch waren entscheidend für die Entwicklung zu einem der stabilsten, stärksten und leistungsfähigsten Judovereine auch über Sachsen hinaus. Auf allen Ebenen, vom Schnupperjudo bis zur 1. Bundesliga war Dietmar der Inspirator und Macher.

Wir alle sind sehr traurig und denken in großer Anerkennung, Respekt und Dankbarkeit an unseren Sportkameraden und echten Freund Dietmar Hüllebrand. Er fehlt uns!

 

In tiefer Trauer

Dr. Hans-Jürgen Ulbricht

Ehrenpräsident des JVS

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