Hohe Qualität im Nachwuchsjudo

Am Wochenende 14./15.03.15 fand in Berlin das Bundessichtungsturnier U15 statt. 220 männlichen und 134 weiblichen Teilnehmer aus 11 Bundesländern und Polen kämpften um die begehrten vorderen Platzierungen. Wer unter den Top 7 landete durfte seine Emailadresse bei der Bundestrainerin U18 Lena Göldi hinterlegen um für die Talenterfassung des Deutschen Judobundes in die nähere Auswahl zu rücken.

Bei den Jungen gelang das Marcus Sobek (Judoclub Leipzig, – 37kg)  sehr gut. Nach zwei sehenswerten Uchi-Mata Siegen konnte er das Halbfinale mit Ko-Uchi-Maki für sich entscheiden. Im Finale wartete Dorian Dyr (GKS `Czami` Bytom) aus Polen auf Marcus. Dieser Kampf endete umstritten im Golden Score mit 2:1 Strafen zu Gunsten des polnischen Judoka. Marcus hat sich somit mit seinem 2. Platz erneut in eine gute Position für weitere nationale Aufgaben gebracht.

GruppenbildIn der Teilnehmerstärksten Gewichtsklasse – 40kg ml. waren 30 Judoka am Start. Hier konnte sich Richard Eisel (JSV Werdau) einen 7.  Platz erkämpfen. Nach zwei Vorrundensiegen verlor er das Poolfinale gegen den späteren Turniersiegen Yerrick Schriever vom TSV Glinde. In der Trostrunde gelang Richard noch ein Sieg über Schreiber (TH) bevor er gegen den späteren 3. Platzierten Felix Ebner aus Berlin mit einem Shido das Nachsehen hatte und somit den 7. Rang belegte.

Bis 46kg konnten sich Florian Thalheim und Jannik-Karl Stephan (beide SC DHfK Leipzig) bis ins kleine Finale vorkämpfen. Florian konnte die ersten drei Kämpfe mit schönen Techniken im Boden für sich entscheiden bevor er sich im Halbfinale dem späteren Sieger Tom Moritz (PSV FFO) mit Waza-Ari geschlagen geben musste. Im Kampf um Platz 3 hatte er leider das Nachsehen. Jannik musste nach seinem Auftaktsieg leider nach dem zweitem Kampf den langen Weg durch die Trortrunde nehmen. Er konnte hier weitere vier Male mit schönen Techniken (TOS, OSG, KUG) siegen bevor er den Kampf um die Bronzemedaille antreten konnte. Jannik verlor hier knapp mit Yuko zu Waza-Ari. Beide belegten einen guten 5. Platz.

John-Vincent Haller (ASV Oelsnitz, – 55 kg) konnte seinen Auftaktkampf siegreich gestalten bevor er in der zweiten Runde bereits auf den späteren Turniersiegen M.Cuk aus Berlin traf. Diesen Kampf musste John leider abgeben und somit wartete ein langer Trostrundenweg auf John. Nach kräftraubenden vier Siegen traf er im kleinen Finale auf Karl Mäder aus Halle. Leider konnte er diesen Kampf nicht für sich entscheiden und musste am Ende mit Platz 5 Vorlieb nehmen.

+ 66 kg konnte Janek Engelmann vom SV Holzhausen zwei Kämpfe siegreich gestalten bevor er im Halbfinale gegen den polnischen Judoka A. Altansukh mit Festhalte verlor. Auch den Kampf um Bronze verlor Janek leider. Somit blieb am Ende der 5. Platz. In der gleichen Gewichtsklasse erkämpfte sich Robert Heinrich (Judoclub Leipzig) einen 7. Platz.

Bei den Mädchen konnte sich Nicole Stahkov (JC RBS Leipzig, – 33kg) den 2. Platz erkämpfen. Sie verlor das Finale im Golden Score leider mit einem Shido.

– 40kg konnte Lisa Maffee für das beste sächsische Ergebnis sorgen. Die 12- jährige bestritt sechs Kämpfe, davon vier siegreich. Vor allem im Bodenkampf konnte sie mit Juji- Gatame gewinnen. Am Ende reichte es zu einem guten 5. Platz.

Celine Müller, Leipziger Sportlöwen, kämpfte – 44kg. Nach ihrem Auftaktsieg musste sie im zweiten Kampf leider die Niederlage hinnehmen und den Weg durch die Trostrunde anstreben. Die kommenden vier Kämpfe gestaltete Celine siegreich, im Kampf um den 3. Platz gewann sie mit Sankaku.

In der Gewichtsklasse bis 52 kg startete Amelie Krause vom ASV Oelsnitz. Sie erkämpfte sich nach zwei Siegen und zwei Niederlagen  den 7. Platz.Siegerehrung Marcus

Luise Dreyer (VfL Riesa) und Luise Friede (Delitzscher Sportfüchse) gingen – 57kg an den Start. In einem starken Teilnehmerfeld konnten beide den 3. Platz belegen. Luise Dreyer konnte von fünf Begegnungen vier für sich entscheiden. Eine umstrittene Niederlage musste sie im Golden Score des Halbfinales gegen V. Trajcev (PSV Bernau) hinnehmen. Luise Friede konnte drei ihrer vier Kämpfe gewinnen. Im Halbfinale hatte sie gegen die spätere Turniersiegerin E. de Boor (SV Halle) das Nachsehen.

– 63kg konnte Naval Ben Haddou vom Judoclub Leipzig den 3. Platz belegen. Von ihren fünf Kämpfen gewann sie viermal mit Ippon. In der gleichen Gewichtsklasse ging Melissa Kovacs von den Leipziger Sportlöwen an den Start. Am Ende stand für sie ein 7. Platz zu buche.

Über 70 kg startete Nora Bart. Die Sportlerin vom SC DHfK Leipzig belegte nach drei Kämpfen den 5. Platz.

Im Endeffekt hatten wir bei dem hohen Kampftempo und den hohen Angriffsfrequenzen leider immer etwas das Nachsehen. Mit bis zu 7 Kämpfen bei den Jungs müssen sich unsere Athleten aber nicht hinten anstellen. Das gibt Mut für weitere Herausforderungen, denn viele Kämpfe wurden auf Augenhöhe geführt. Vor allem positiv war zu erkennen, dass aus dem Ärmel-Revers-Griff viele Aktionen erfolgreich waren. Im Bodenkampf konnten wir einige Akzente setzen.

Einige sächsische Athleten waren zum ersten Mal bei einem solch qualitativ hochwärtigen Turnier am Start. Auch wenn deren Kämpfe nicht siegreich ausgingen war eines deutlich zu erkennen- Kampfgeist!

 

 

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