Unser JVS-Judo-Sommerferien-Camp 2016

„Sehr vielseitig und interessant“, so beschreibt Lisa das Camp 2016. Kristian, der jüngste Teilnehmer, „hatte viel Spaß“ und „möchte auch gern wiederkommen“ – „Das Judocamp hat mir sehr gefallen“.

Andere Kinder hoffen, „dass das Camp im nächsten Jahr wiederholt wird und August, der Mattenfeger, wieder einlädt“. Schon nach kurzer Zeit erreichten uns die ersten, positiven Rückmeldungen der Campteilnehmer und Eltern. Hinter uns lag eine spannende Woche mit 28 Kindern aus 9 sächsischen Judovereinen.

Am Sonntag, dem 26. Juni, ging es los. Unter der Leitung von René Liesebach, Referent für Kinder- und Jugendsport, wurden die Teilnehmer und deren Eltern und Betreuer herzlich in der Wohnwagenburg des Kinderschutzbundes- OV Radebeul begrüßt. Nicht zuletzt hießen wir natürlich auch den Jugendleiter des JVS, Martin Unger, und die Trainer Michael Bieh, Franz Petzold und Rico Gödikmeier, die uns in der Campzeit unterstützen wollten, willkommen. Manche Teilnehmer, wie diese aus Riesa, kamen sogar mit Ihrem Trainer und Betreuer Rico Gödikmeier per Rad an.  Schnell wurden die Wohnwagen bezogen und die Belegung unter den Kindern geklärt. Kurze Zeit später durften die Kinder ihre eigenen Campregeln aufstellen, die natürlich auch von den Erwachsenen eingehalten werden mussten. Unsere Küchenfee Susann sorgte im Hintergrund liebevoll für die Kinder und bereitete mit dem Team ein kräftiges Abendbrot mit leckeren Salaten, welche einige Mütter mitgegeben hatten, sowie Grillwürstchen und Steaks vor, sodaß die Kinder danach in ihren neuen Camp-T-Shirts die 397 Stufen der Spitzhaustreppe erklimmen konnten. Oben angekommen wurden sie von August, dem Mattenfeger, begrüßt und in die Arme genommen. Zurück ging es dann nach einem Fototermin ins Camp und wir hörten noch lange das Gekicher und Geflüster der Jungs und Mädels in den Wohnwagen…

Montag wurden die Kinder zeitig geweckt und mit einem leckeren Frühstück in den Tag geschickt. Die Gruppe machte sich mit Fahrrädern auf die etwa 20 km lange Tour zum Judoverein Arashi am Blauen Wunder in Dresden. Auf dem Elberadweg entlang konnten die Kinder ordentlich radeln und bekamen unterwegs auch ein kleines Picknick. Gut aufgewärmt angekommen, konnte das Training gleich starten. Klaus Schlootz begrüßte die Kinder nicht nur im Namen des Judovereins sondern natürlich auch als Bezirksjugendleiter des SB Dresden. Martin Unger, Jugendleiter des JVS, eröffnete zusammen mit René Liesebach das Training. Unsere Kinder hatten viel Spaß dabei und lernten doch so einiges bezüglich technischer Ausführung. Michael Bieh und Franz Petzold, beide Trainer des JV Coswig, unterstützten das Team und konnten auch von ihrer Seite her wichtige Tipps und Tricks an die Kinder geben. Immerhin sollte am darauffolgenden Donnerstag die Kyu-Prüfung für einige Kinder stattfinden.

Danach organisierte Mandy Lange von der Jugendleitung des JVS mit Unterstützung von Max, der leider auf Grund eines Gipsarmes nicht am Training teilnehmen konnte, eine tolle Hot Dog-Party auf der Terrasse. Die Kinder waren begeistert.

Schloss Wackerbarth begrüßte uns am Nachmittag mit einer hervorragenden Kinder-Rebsaft-Führung, bei der wir alle, selbst die Erwachsenen, noch eine ganze Menge gelernt haben. Mit Witz und Humor bannte uns die Gästeführerin und erklärte mit Geduld und Muse, wie man einen guten Rebsaft (bei den Erwachsenen natürlich Wein) im Glas schwenkt, sodass das vollste Aroma freigegeben wird. Die Kinder schnupperten und kosteten und waren vollends überzeugt – guter Saft ist seinen Preis wert.

Der Tag wurde mit einem Lagerfeuer und Knüppelteig beendet. Den Weg von der Feuerstelle bis zu den Wohnwagen säumten nicht nur an diesem Abend unzählige Glühwürmchen. Für manch einen war dies eine ganze neue Erfahrung.

Dienstag zog sich der Himmel etwas zu, störte uns aber vorerst nicht, denn es stand der Besuch des Karl-May-Museums auf dem Tagesplan. Wir konnten das Schreibzimmer Karl Mays besichtigen, in dem seine bekannten Werke, wie „Winnetou“, entstanden. Drei Museumspädagogen bastelten zusammen mit den Kindern Maisstrohpuppen und führten dann noch durch die Ausstellung. Ein großes Gejubel gab es zum Schluss beim Goldwaschen, bei dem jedes Kind genügend Goldnuggets mit nach Hause nehmen durfte. Den Rückweg mit dem Fahrrad angetreten, wurden wir leider alle geduscht, denn die am Morgen aufgezogenen Regenwolken ließen eine kräftigen Schauer los. Zum Glück war es warm und so kamen die Kinder trotzdem noch gut gelaunt zum Mittagessen im Camp an.

Am Nachmittag hatten René und Mandy eine Überraschung organisiert: Herr Nestler vom Kinderschutzbund baute in seiner Holzwerkstatt mit jedem Kind, welches mochte, ein Judo-Gürtel-Regal, an dem man seine abgelegten Gürtel sammeln kann. Gut 3 Stunden hatte er sich für uns alle Zeit genommen und den Kinder Schleifen, Sägen und Bohren näher gebracht. Einige Mädchen bauten mit viel Geduld kleine Miniaturen unseres Augusts und bemalten diese dann danach.

Am Mittwoch hatten wir bestes Sommerwetter und begaben uns auf die Wanderung nach Moritzburg. Gut ausgerüstet mit Badesachen, Wasserball, Getränken, Keksen und Sonnenmilch stoppten wir am Künstlerzentrum Rotes Haus in Radebeul-Friedewald und verbrachten dort den Vormittag am und im Dippelsdorfer Teich. Die Kinder konnten viel toben, baden, Volleyball spielen oder einfach nur den vielen Gänsen zuschauen, die nebenan auf der Wiese saßen. Wunderbar abgekühlt ging es dann zum Mittagspicknick nach Moritzburg auf die Tribünen der jährlichen Hengstparade. Danach begrüßte uns das Landesgestüt zu einer äußerst interessanten Führung. Die Pferde waren dankbar für die vielen streichelnden Hände der Kinder und wir Erwachsenen konnten in kleinen Kindheitserinnerungen schwelgen, als wir den vielen Schwalben im Stall beim Füttern ihrer Jungen zuschauen konnten. Es war ein perfekter Sommertag. August, der Mattenfeger, den wir als Miniatur immer mit hatten, lud danach zu einem leckeren Eis ein. Glücklich, zufrieden aber auch etwas geschafft fuhren die Kinder dann mit dem Lößnitzdackel (die berühmte Radebeuler Dampflock) zurück nach Radebeul und erreichten am späten Nachmittag das Camp.

Die Stimmung war nach wie vor gutgelaunt. Mandy startete mit ein paar Mädchen und dem „kleinen“ Kristian eine Kochrunde: Es wurden Paprika, Zwiebeln, Fleisch, Kräuter und Pilze in Größenordnungen geschnitten und dann mit Hilfe von René, Martin und Michael über offenen Feuer zu einer leckeren Sommer-Feriencamp-Party-Suppe gekocht. Sina und Leonore schmückten noch mit bunten Luftschlangen das Gelände und die Tische, Max und Niklas stellten das Geschirr bereit und noch viele weitere fleißige Kinder besorgten Getränke und Brot. Die Zeit bis zum Essen verbrachten wir noch mit Tischkickern und Volleyball im Sand. Andere Kinder erarbeiteten sich bereits ihren Beitrag für das geplante Abschiedsprogramm.

Ganz von alleine organisiert, präsentierten dann die Kinder, aufgestellt in Staffeln und inklusive Moderation, ihre kleinen Programme. Überrascht hatten uns Leonore, Sina und Luisa mit einem eigens für das Camp komponierten Lied, in das am Ende alle einstimmen konnten. Was für eine tolle Aktion. Vielen Dank an alle Kinder!

Später am Abend organisierten wir mit unseren großen Jungs Max, Jonas und Alex eine Nachtwanderung. Alle drei versteckten sich im Gelände und mussten von den jüngeren gesucht werden. Dabei erlaubten sich die drei natürlich einige Späße und erschraken lauthals unsere Mädchen.

Am darauffolgenden Donnerstagmorgen meldeten sich 13 Kinder des Camps freiwillig zur erneuten Fahrradtour zu Arashi. Der Rest wurde mit 2 Transportern ans Ziel gebracht. Intensiv bereitete René Liesebach mit den Trainern die Kinder auf die bevorstehende Prüfung vor, an der letztendlich fünf Kinder teilnahmen und bestanden. An dieser Stelle noch einmal unseren herzlichen Glückwunsch!

Und schon kurz darauf, am Nachmittag, war unser Judo-Camp leider vorbei. Eltern und Großeltern holten ihre Kinder ab. Das Organisationsteam übergab allen noch ein paar Kleinigkeiten vom DJB, die Riesaer Kinder starteten ihre Rückreise per Rad nach Hause und in der Wohnwagenburg zog wieder Ruhe ein.

Das sehr großzügige Gelände, die Flexibilität des Kinderschutzbundes nebst der hervorragenden Küche vor Ort, das Betreuerteam und nicht zuletzt auch die Kinder selbst machten dieses Camp zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für viele war es eine tolle Zeit und so wollten doch einige schon für das nächste Jahr einen Platz buchen.

Allen Kindern und Eltern, den Betreuern und Trainern wünschen wir eine schöne Ferienzeit, ein tollen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen bei dem einen oder anderen Wettkampf.

Viele Grüße, Euer Org.-Team von der Jugendleitung

Bericht: Mandy Lange

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