Judogis for Refugees

Ende vergangenen Jahres rief der Deutsche Judo-Bund  zur Flüchtlingsaktion „Judogi for refugees“ auf, durch die mehr als 500 Judogis Vereinen zur Verfügung gestellt wurden, die sich für Flüchtlingskinder engagieren. Insgesamt 32 Vereine aus ganz Deutschland hatten sich beworben.

Der Judo Club Leipzig war einer der beiden sächsischen Vereine, welche in die Auswahl kamen und sich über die Judogis freuen durften. Uwe Bierey half als Vereinsmitglied bei der Integration der 4 Kinder der Familie Nayef. Die Eheleute Nayef haben 4 Kinder – 3 Jungen und 1 Mädchen zw. 8-15 Jahren – und kamen als Flüchtlinge im Oktober 2015 aus Syrien nach Deutschland.  Alle 4 Kinder trainieren nun in der Trainingsgruppe des JC Leipzig, nach nur kurzer Zeit sogar sehr erfolgreich.

Ebenfalls erfolgreich beworben hatte sich der VfL Riesa an der Aktion und konnte für 3 Jungen aus Pakistan und einem Jungen aus dem Iran neue Judogis in Empfang nehmen.

„Die Kinder mit Ihren Familien haben sich schnell integriert, auch wenn es anfangs leichte Schwierigkeiten in der Verständigung gab. Die Kinder wurden von uns und unseren Trainingsgruppen akzeptiert und aufgenommen. Es war wunderbar zuzuschauen, wie sich die Kinder in den Gruppen gegenseitig die Regeln in der Garderobe und auf der Tatami erklärten, sei es anfangs mit Händen und Füßen und später dann auch verbal. Es gab schon nach wenigen Wochen kaum noch Unterschiede zwischen den Kindern. Auffällig war die Höflichkeit, die die 4 Jungen an den Tag legten. Auch die Verständigung mit den Eltern läuft sehr gut.“, so Dieter König, Trainer des VfL Riesa.

Die Kinder haben sich natürlich riesig über ihre neuen Judogi gefreut und hatten so einen optimalen Start. So kann Judo einmal mehr helfen, Berührungsängste abzubauen.

Herzlichen Dank an beide Vereine für ihr Engagement für Flüchtlingskinder- stellvertretend für die vielen sächsischen Judovereine, die sich ebenfalls dieser Aufgabe gewidmet haben. (Fotos: VfL Riesa)

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