„Kime-no-kata“ in Dresden

„Kata der Entscheidung“ im Arashi Dojo

Am 25. Februar 2017 trafen sich 20 interessierte Judoka im Dojo des Judoclub Arashi Dresden zu einem weiteren, mittlerweile traditionellen Kata-Workshop mit Prof. Dr. Peter Deegen.

Prof. Deegen ist  seit 1995 Mitglied des Kodokan und vermittelte sein großartiges Wissen in einer sehr erfrischenden und überaus anschaulichen Art und Weise. Durch seine Erfahrung und seine Art der Präsentation wird diese Form des Kodokan – Judo aus dem bisherigen Schattendasein in das moderne Judo transferiert und findet immer mehr begeisterte Anhänger. Die von ihm vermittelten Kata-Übungen bezwecken auch die intensive Beschäftigung mit den Judo-Wurzeln und den historischen Kenntnissen.

Lehr- und Prüfungsreferent Norbert Fahrig, der für die Organisation des Lehrgangs zuständig zeichnete, war über die hohe Teilnehmerzahl bei der eher selten gezeigten und geübten „Kime-no-kata“ sehr erfreut. Die Beweggründe der  Teilnehmer/innen waren vielfältig, manche nutzten diesen Lehrgang für die Vorbereitung auf ihre nächste Dan-Prüfung und andere vertieften ihre bereits vorhandenen Kenntnisse. Die Anwesenheit von Mitgliedern der Danprüfungskommission des Judo-Verbandes Sachsen, die diese Gelegenheit zur Fortbildung nutzten, unterstrich die Wichtigkeit und den Stellenwert der Kodokan Kata im JVS.

Auf dem Programm stand die selten gezeigte und geübte „Kime no kata“.  Diese Kata ist sehr alt, sie stellte Kano erstmalig in den Jahren 1887/88  vor. Mit Hilfe dieser Kata lernt der Judoka:

  • die schnelle, präzise und wirkungsvolle Form der Selbstverteidigung
  • den Gebrauch der Atemi-waza
  • die Schulung des Geistes, um bei einer wirklichen Konfrontation siegen zu können

Prof. Deegen leitete den Workshop mit nicht ganz alltäglichen Aufwärmübungen ein und unterstrich die verschiedenen Übungen mit einer rhythmischen, japanischen Zählweise. Immer wieder demonstrierte Peter die einzelnen Bewegungsabläufe, bei denen er von Heiko Kother als Uke unterstützt wurde. Immer wieder nahm sich unserer Referent die Zeit, um den Teilnehmern hilfreiche Tipps und Erklärungen zu den Hintergründen der einzelnen Techniken zu geben, auch unter Berücksichtigung der historischen Bezüge.

Prof. Deegen sprach nach dem doch anstrengenden Tag, der mit schmerzenden Knien zu Ende ging, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein sehr großes Lob aus, weil sie trotz der zum Teil ungewohnten Bewegungsabläufe sehr intensiv und hoch konzentriert beim Erlernen der Techniken waren.  Besonders zu erwähnen ist noch, dass mehrere Judo-generationen zum Üben der Kata auf der Matte waren. Der älteste Teilnehmer war 80 Jahre und der jüngste 8 Jahre. Die Ausdauer von Tao (Sohn von Heiko Kother), der alle 7 Übungseinheiten gemeinsam mit den anderen Teilnehmern absolvierte, wurde am Ende des Workshops mit einem kleinen Geschenk, das der Lehr-und Prüfungsreferent übergab, belohnt.

Zum Abschluss des Workshops bedankten sich Prof. Deegen und Norbert Fahrig ausdrücklich bei den Helfern des gastgebenden Judoclub Arashi Dresden für die wieder sehr gut vorbereiteten Räumlichkeiten und das liebevoll gestaltete Buffet.

Wir freuen uns schon alle auf Teil 2 der „Kime-no-kata“ im nächsten Jahr.

Autoren:

Mandy Lange und Norbert Fahrig

 

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