Neuausbildung Trainer-C Leistungssport 2017 auf dem Rabenberg

Am 13.05.2017 versammelten wir uns ein letztes Mal am Bundesstützpunkt in Leipzig zu unseren letzten Prüfungen. Schon am vorherigen Wochenende hatten einige ihre Lehrprobe mit guten und sehr guten Leistungen absolviert. Behindernde Rücken- und Prellungsschmerzen verflogen dabei in der Aufregung, die nicht zuletzt aus den anspruchsvollen Ausbildungswochen resultierte, die uns vielerlei Wissenslücken aufzeigten. Ob Ne- oder Nage -waza ob Renraku- oder Kaeshi-waza, keiner von uns Anwärtern kann von sich behaupten, nicht an seine Grenzen geführt worden zu sein. Von scheinbar leichten Übungen wie Basis-uchi-komi bis hin zu komplexeren Bodentechniken kamen wir ins Schwitzen. Dabei waren auch vermeintlich profane Dinge, wie das Gürtelbinden, für einige Anwärter eine motorische Herausforderung.

Am ersten Tag mussten zunächst einige organisatorische Schwierigkeiten beim Anfahren auf den Rabenberg gemeistert werden, dennoch schafften wir es pünktlich am Freitagabend zu Lehrgangsbeginn. Wir starteten mit einer kleinen Überprüfung der Vorkenntnisse und wir bemerkten Lücken im Bereich der Judogeschichte. Jedoch konnten wir diese mit ein paar clever gestellten Fragen an einen gut gelaunten Herrn Fahrig  noch während der Überprüfung schließen.

An den darauffolgenden Tagen witzelten wir nicht selten über vergessene Hallenschuhe:  “Wo sind deine Badelatschen?” “Habe ich vergessen!” “Na, warte nur bis der “Ausbilder [Olaf] Schmidt” kommt.” Dann war der Tag, an dem uns Olaf Schmidt unterwies, tatsächlich gekommen und er ließ  es sich nicht nehmen, uns mit Seoi-nage und Tai-otoshi über die Matte zu jagen. In jedem Fall ein besonderes Juwel unserer gemeinsamen Zeit.

Auch in den darauffolgenden Wochen konnten wir uns einiges Wissen in den Bereichen Biomechanik, Grundkampfkonzeptionen, Pädagogik, Recht, Selbstverteidigung und in vielem mehr aneignen, das den aktiven Kämpfern unter uns auch selbst zu Gute kam – auch wenn einige Uke die  Selbstverteidigung aufgrund der zusätzlichen Belastung weniger schätzten.

Ohne Frage waren wir eine gut harmonierende Gruppe, stets gut gelaunt und mit einem Faible für Ironie. In unseren freien Abenden philosophierten wir, ließen uns Chemie erklären, rätselten über die Fortführungen von Fernsehserien und tauschten unsere Erfahrungen als Übungsleiter aus.

Letztendlich können wir den Vereinen und Sportlern nur empfehlen, an solchen Lehrgängen teilzunehmen, da sie in allen Gebieten – sportlich wie sozial – bereichernd wirken.

Autor:  Niclas Schwalbe  JSV 61 Zwickau

 

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