Unser Judo-Feriencamp 2017 – 3. Tag

Endlich! Endlich konnten unsere Kinder mal „ausschlafen“. So wurden die großen und die kleinen Judokas heute erst gegen 7.30 Uhr geweckt und konnten ganz entspannt ihr Frühstück einnehmen. Heute ging es nämlich zu Fuß zum Schulbauernhof Hofgut Graue Presse in Radebeul-Altwahnsdorf. Vorbei an den Schienen des Lößnitzdackels und durch den Lößnitzgrund, hinauf auf die Weinberge nach Altwahnsdorf. Das Wetter spielte gut mit und die Kinder waren gut gelaunt.

Angekommen wurden wir vom Team des Bauernhofes herzlich begrüßt und lernten auch gleich die 3 goldenen Regeln im Umgang mit Tieren kennen.

Unsere erste Aufgabe war es, Säcke mit Heu zu stopfen, welche dann bei den Pferden hingehangen werden konnten. Die Pferde konnten sich so ganz leicht bedienen und das Heu genüsslich kauen. Danach ging es quer über den Hof: Hühner, Esel, Meerschweinchen, Kaninchen und sogar ein dickes Hängebauchschwein standen auf der Besucherliste.

Für manche Kinder ein seltenes Ereignis und Grund genug, alle wichtigen Fragen zu stellen, denn schon bald kam die Frage, wenn das Hängebauchschwein eine Schlafstube hat und eine Toilette, wo ist denn dann die Wohnstube? Oder warum ist die Mähne vom Pony so rau?

Das Team beantwortete all unsere Fragen ganz geduldig. Nach einer kurzen Trinkpause begannen die Teamspiele. Zuvor sollten sich alle Kinder der Größe nach in eine Reihe stellen. Das hat bei 30 Kinder so eine ganze Weile gedauert, aber für die Betreuer auf alle Fälle lustig anzuschauen, wie so mancher hin und her geschoben wurde oder die Haarwelle noch höher geschoben wurde, um einfach den Nachbarn in der Größe zu überragen.

Wir mussten in einen Stricklabyrinth versuchen, alle Kinder auf die andere Seite zu bringen, ohne an die Seile zu kommen und jedes Feld durfte nur einmal benutzt werden. Das war vielleicht ein Grübeln und Diskutieren. Spiel 2 war auch eine gute Herausforderung: hier sollten die Kinder versuchen, mit nur wenig Stangen und Stiegen als komplettes Team über den Reitplatz zu gelangen, ohne den Sand zu berühren. Teambuilding ganz groß ;O)

Eigentlich hatten alle ganz gut gefrühstückt, aber wir als Betreuer hatten den Eindruck, daß wir unseren Kindern seit Tagen nichts mehr zu essen gegeben hatten. Als die heißen Kartoffeln, der Kräuterquark und die Butter auf dem Tisch standen, dauerte es nur wenige Minuten und alles war verputzt. Frische Landluft macht eben Appetit.

Das Spitzhaus in Radebeul erhielt von uns noch einen kurzen Besuch und dann nahmen wir die etwa 400 Spitzhausstufen als wir den Rückmarsch antraten. Allerdings hing der Himmel voller Wolken. Trotzdem entschieden sich die Kinder, im Wellenbad einzukehren und im Wasser zu toben. Und so planschten, schwammen, tauchten und chillten die Kinder bei herrlichem, kurzen Landregen und genossen das komplett freie Schwimmbad. Luxus pur. So hatte das Wetter doch noch eine positive Seite, denn es schaffte Platz für uns ;O) So manch einer drängelte sich vor die Kamera, um eines der heiß begehrten Unterwasserfotos machen zu lassen, denn das Schwimmbecken hatte Fenster!

Kurz vor dem Abendbrot kamen wir dann geschafft aber zufrieden im Camp an. Einige Kinder bereiteten sich eigenständig auf die morgige Kyu-Prüfung vor (Lob von uns Betreuern dafür!), andere fuhren zum Xten Mal die BMX-Strecke und selbst unsere vorsichtige Hannah fand Gefallen am Geländefahren.

Leider ist unser kleiner Eddie heute abgereist, da ihn doch das Heimweh zu sehr zu schaffen gemacht hat. Wir wünschen ihm aber tolle Sommerferien und hoffen, ihn nächstes Jahr vielleicht wieder begrüßen zu können.

Die Kinder starteten entspannt in die Nacht und freuen sich schon auf den morgigen Tag, wenn es heißt: Auf zu Arashi und danach in die Semperoper. Und für die morgige Abschlussfeier hat Rene bereits heute etwas leckeres für alle gekocht. Wir können es kaum erwarten…

 

Mandy Liesebach

 

Bericht vom Dienstag: Bericht Dienstag

 

 

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