Trainer auf dem Rabenberg

Der Rabenberg war am 02. und 03.11.18 wiederholt Gastgeber für die Trainer C Lizenz-Verlängerung. Eingeladen hat der Lehr- und Prüfungsreferent Norbert Fahrig. Mit 42 Teilnehmern war der Durchgang ausgebucht und damit personell auch gut besetzt.

Nach kurzer Begrüßung der Teilnehmer durch den Lehrgangsleiter und anschließendem Matten-Aufbau, wurden die Lehrgangsinhalte und –ziele angekündigt. Los ging es mit einem, für viele Vereinstrainer sehr interessanten und wichtigen Thema: Prüfungsprogramm 4. und 3. Kyu. Hier merkte man sofort, dass es zwar grundsätzlich das gleiche Verständnis zur Grundform einer Technik gibt, jedoch in der Ausführung und bei Varianten deutliche Unterschiede zu erkennen waren.

N. Fahrig korrigierte bei Bedarf demonstrierte Techniken in Hinblick auf Kontaktpunkte, Wurfprinzip, Hilfestellung usw. und unterstützte seine Ausführungen durch entsprechendes Videomaterial vom DJB. Blieb noch die Kata-Gruppe der Koshi-Waza. Nach sehr guter Demonstration der Etikette wurden die 3 Würfe nebst Uke-Verhalten geübt und verbessert.

Nächster Referent war der Bundes-Honorartrainer Olaf Schmidt vom JCL. Nach einer intensiven Erwärmung vermittelte er Ausführung und Trainingsmethodik zu (Ippon) Seoi-Nage. In seiner gewohnt ruhigen Art erklärte er uns, wie diese Techniken den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden sollen und wie dies im Training erreicht werden kann. Angefangen von Basis-Uchi-Komi, über Bahnen-Uchi-Komi mit Steigerung zum Kake, bis zu komplexen Aufgaben, wie Seoi-Nage ohne lösen des Griffes nach vorn, hinten und beide Seiten zu werfen.

Jetzt ging es in den Ne-Waza: Sankaku stand im Lehrgangsplan. Auch das konnte O. Schmidt ausführlich und einprägsam vermitteln. Ob Angriff von der Kopfseite, vom Rücken oder nach teilweiser erfolgreicher Verteidigung des Uke, Sankaku lässt sich in mehr Situationen anwenden als manche glauben!

Am zweiten Lehrgangstag konnten wir den Referenten für Kinder- und Jugendsport René Liesebach begrüßen. In einer kurzweiligen Einheit vermittelte er uns mit Teamspielen die Wichtigkeit des Themas: Persönlichkeits- und Teamentwicklung. Ich glaube, dass viele der Teilnehmer nicht mehr so viel Spaß bei einem Lehrgang hatten!

Aber jetzt ging es nochmal zum Wettkampf-Judo. Es referierte Frederik Jäde, Landestrainer der U15. Bezugnehmend auf die noch junge Regel, dass Techniken auch noch angesetzt und bewertet werden können, wenn der Gegner bereits in der Bankstellung ist (missglückter tiefer Seoi), vermittelte er Techniken, den Uke aus dieser Position bewertbar zu werfen. Als flüssiger Übergang zum reinen Ne-Waza wurde dann das Thema „Übergang Stand-Boden“ behandelt. Es wurden diverse Shime-Waza nach missglücktem Angriff von Uke demonstriert und geübt.

Auch den letzten Block vermittelte Frederik: Moderne Wettkampftechniken im Boden. Die Eckersley-Halte und diverse Umdreher mit anschließenden Shime- oder Kansetzu-Waza dürften das Training in Zukunft in einigen Vereinen bereichern.

Ein eindeutig positives Feedback am Ende des Lehrgangs bestätigte die Themen- und Referentenauswahl.

Autor:  André Jahn  PSV Plauen e.V.

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