Schulsportreferententagung in Hannover

Am 11.01.2019 fand in Hannover die jährliche Schulsportreferententagung statt.

Elf Schulsportreferenten (SSR), sowie der DJB-Kata-Referent Sebastian Frey waren anwesend und besprachen u.a. aktuelle Entwicklungen der Schulsportkommission und resümierten das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia 2018“ in Berlin.

Die Kommission Jugend trainiert für Olympia der Deutschen Schulsportstiftung ist für die Planung, Durchführung und Weiterentwicklung dieses Schulsportevents verantwortlich. Sie besteht aus 16 Fachverbänden. Das Wettkampfangebot wird jährlich für 19 Sportarten durchgeführt.

Dieses Jahr feierten die Kommission ihren 50igsten Geburtstag. Judo ist seit dem Schuljahr 1999/ 2000 mit Bestandteil von Jugend trainiert für Olympia. Anlässlich dieses Geburtstages plant die Schulsportkommission verschiedene Events um diesen gebührend zu feiern.

Unter anderem soll ein „Botschafter-Bus“ durch die Länder fahren und an diversen Stationen Halt machen. Für das Bundesfinale Judo in Berlin sind als Paten Medaillengewinner bei den Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften geplant (Wer genau, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden).

In diesem Zusammenhang wird aktuell auch über die Magdeburger Kriterien diskutiert. Die Magdeburger Kriterien sind Voraussetzungen (z.B. auch Teilnehmerzahlen), die eine Sportfachverband erfüllen muss, um Bestandteil der Schulsportkommission zu werden. Aktuell sind hier Volleyball und Ringen im Gespräch.

Weitere Neuerung in diesem Jahr soll die Einführung des Mixed-Team Wettbewerbes beim Bundesfinale im Judo werden. Deutschland wurde 2018 sensationell Europameister in dieser Disziplin. Der Schulsport möchte seinen Anteil leisten, um die Begeisterung um das Mixed-Team aufrechtzuhalten oder gar zu verstärken.

Neben der genannten Information und Entwicklungen planen die Schulsportreferenten eine Broschüre/ Leitfaden zu gestalten, um Lehrern genaue Handlungsanweisungen zu geben, Judo im Sportunterricht zu lehren und zu bewerten.

Nach der Sitzung folgte der gemeinsame Gang in die „Dima – ein Leben im Leistungssport“ Foto-Ausstellung. Dimitri Peters (1×3. Platz Olympische Spiele, 2×3. Platz Weltmeisterschaften), gebürtig in Sibirien, gilt als Beispiel für gelungene Integration, die der Sport bewirken kann. Die Fotoausstellung zeigte ihn im Privatleben, beim Leistungssport, sowie bei Erfolg und Niederlage.

Im Anschluss dieser tollen Ausstellung folgte für die SSR der Praxisteil, geleitet von Jenny Goldschmidt, Kata-Weltmeisterin 2018 in der Kodokan Goshin Jutsu. Inhalte waren spielerische Randori-Formen (siehe Praxishandbuch „Randori“, basierend auf der Diplomarbeit von Jenny Goldschmidt, überarbeitet von Ralf Lippmann).

Am Ende des Tages folgte ein gemeinsames Abendessen, bevor am Sonntag, nach einer kurzen weiteren Sitzung, die Heimreise angetreten wurde.

Nächstes Jahr wird Bayern oder NRW Ausrichter der nächsten Schulsportreferententagung sein.

Bericht: Martin Unger

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