Eine fast normale Trainerfortbildung

Am Wochenende des 05./06. September 2020 fand die Trainerfortbildung Trainer A/B im Sportkomplex auf dem Rabenberg statt. Wir starteten leicht skeptisch in welcher Hinsicht die Einschränkungen der Hygienemaßnahmen diesen Lehrgang veränderten sollten. Ziemlich „normal“ und in entspannter Atmosphäre trafen wir am Samstag im Schulungsraum auf insgesamt 20 weitere motivierte Teilnehmer, welche zum Teil aus Thüringen und Baden Württemberg anreisten. Trotz dem organisatorischen Mehraufwand von unserem Lehrreferenten Norbert Fahrig gelang es ihm, uns in die 2-Tagesveranstaltung einzustimmen.

Nach einem kurzen Abgleich der aktuellen Lage hinsichtlich der geplanten Wettkämpfe und Neuerungen des JVS/DJB und einem Abgleich der Daten konnten wir bereits am Vormittag in die erste Praxiseinheit einsteigen.

Die Techniken des 5. und 2. Kyu´s standen auf dem Plan. Mit gewohntem Verständnis und der bekannten Beharrlichkeit ging Norbert mit uns die einzelnen Prinzipien und Schwerpunkte jeder einzelnen Technik und deren methodischen Aufbau durch. 

Die Gruppe der Ashi-Waza aus der Nage no kata konnten unsere Trainerkollegen aus dem schönen Thüringen in einer anschaulichen und repräsentativen Art und Weise vorführen. Die Leistungen der beiden vor Energie sprühenden Trainer zielten auf das Prüfungsprogramm ab und die zwei nahmen das kritische „Drüberschauen“ von uns sehr sportlich, denn hier ging es um das Erkennen der Funktionalität der Techniken in der Rolle des Prüfers.

Nach einem gewohnt guten Mittagsangebot – wenn auch in einer etwas anderen Art und Weise – die Pandemievorsorge war hier natürlich spürbar – ging es auf der Matte weiter. Frederik Jäde, Nachwuchstrainer U 15, übernahm ab hier mit Einheiten, welche sich um die aktuellsten Erkenntnisse im Wettkampftraining drehten. Mit viel motivationsgeladenen Ideen im Grundlagentraining bis hin zu neuen Entwicklungen hinsichtlich der Grundkampfkonzeption eines Judokämpfers beschäftigte Frederik uns bis in den nächsten Tag hinein. Absolut kurzweilig gestaltete er seine Trainings und ließ sich auf die Besonderheit mit Trainern zu arbeiten auf eine sehr angenehme Art und Weise ein. Professionell und verletzungsbedingt unterstützt durch zwei Sportler aus der U18 in Leipzig legte er eine Mischung zwischen dem Erleben der Techniken bzw. Prinzipien und den Blick auf die Metaebene vor, welche uns als Trainer Möglichkeiten eröffnete unsere eigenen Erfahrungen und Ideen mit einzubringen.

Ein gemütlicher Abend leider ohne die bekannte Verköstigung im Areal, aber zumindest mit Gleichgesinnten in angenehmer Atmosphäre ließ uns den Tag gut ausklingen.

Frisch gestärkt griffen wir am Sonntagvormittag die weiteren Thematiken auf – ganz spontan gestaltete Frederik die Einheiten als Vertretung für den verhinderten J. Cueno. Ein entsprechend positives Feedback haben Frederik und seine beiden Jungs von uns Trainern bekommen.

Mit vielen neuen Ideen und Eindrücken sind wir nach einem leckeren Mittag wieder heimwärts gefahren.            

Ein riesen Dankeschön ergeht an Norbert und sein Trainerteam für dieses gelungene Wochenende und den Mehraufwand auf Grund der schwierigen Zeiten. Umso schöner ist es, dass dadurch ein Stückchen Normalität ins Judoleben wieder eingekehrt ist.   

Autor: Anne Dörner PSV Kamenz

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