Hauptausschuss des JVS schnürt Finanzpaket

Änderungen der Finanzordnung per 1. Januar 2021 beschlossen

Liebe Mitglieder des Judo-Verbandes Sachsen e.V.,

Es ist freilich die Weihnachtszeit auch Geschenkezeit, doch möchte der Hauptausschuss die soeben beschlossenen Änderungen der Finanzordnung nicht als Geschenk verstanden wissen, sondern als Umsetzung der zur Mitgliederversammlung beschlossenen Beitragserhöhung und den damit in Aussicht gestellten Erleichterungen für die Vereine, Aktiven, Funktionäre und die ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen und im Verband. Auf der Mitgliederversammlung des JVS am 3. Oktober diesen Jahres wurde seitens aller Beteiligten ein Für und Wider der Beitragserhöhung um 7€ pro Jahr intensiv diskutiert und Begründungen präsentiert. Der Vorstand hatte den Antrag gestellt, um all diejenigen Mitglieder des Verbandes zu unterstützen, die sich ehrenamtlich engagieren, seien es Kampfrichter oder auch Funktionäre in den Vereinen oder im Verband. Ohne Kampfrichter kann kein Wettkampf stattfinden. Ohne Trainer kein Training, ohne Training keine Entwicklung unserer schönen Sportart und der Mitgliedszahlen in den Vereinen und dem Verband. Ziel ist es, durch die nun beschlossenen Maßnahmen, exemplarisch seien hier die Senkung der Kosten für Aus- und Fortbildungs- oder Kampfrichterlehrgänge genannt, die Strukturen in den Vereinen zu festigen, Anreize zur (Neu-)Ausbildung zu setzen und somit auch eine Verjüngung der Vereinsfuntionärsschaft zu ermöglichen. Es ist wichtig, dass wir wieder junge Menschen für Ehrenämter motivieren können, ganz egal, ob diese Ehrenämter im Verein oder im JVS oder gar im DJB übernommen werden. Ehrenamt muss wieder attraktiver werden, wenngleich wir alle wissen, dass der Kampf wohl nicht auf der Tatami, sondern gegen die Vielzahl an Einflüssen auf die jüngere Generation zu führen ist. Wir möchten gern, dass das Ehrenamt attraktiver wird und somit kein Funktionär in den Vereinen, als Kampfrichter oder als Trainer das Gefühl hat, noch draufzahlen zu müssen. Andererseits muss es sich ein Verein auch leisten können, diese junge Generation auch auszubilden. Zudem müssen wir unsere Turniere attraktiver gestalten, eine Erhöhung der Teilnehmerzahlen ist wohl mit einer Erhöhung des Startgeldes nicht vereinbar. Hier beweist der Vorstand Konstanz. Gleichzeitig steigt die Unterstützung der ausrichtenden Vereine, um die Qualität unserer Turniere und Maßnahmen weiter zu steigern. Unter all diesen Maßgaben und unter Zugrundelegung der Kosten, Teilnehmerbeiträge und Teilnehmerzahlen für Maßnahmen des JVS hatte der Vorstand einen Antrag an den Hauptausschuss gestellt, wonach die Beitragserhöhung komplett für die Verbandsentwicklung genutzt werden sollte. Beachtung fand hierbei auch, dass gemäß der geltenden Förderrichtlinien Eigenanteile der Teilnehmer in vorgeschriebener Höhe zu erbringen sind, um auch weiterhin förderwürdig zu bleiben. Weiterhin galt es, dem sächsischen Reisekostengesetz Beachtung zu schenken. Ein besonderer Dank geht hierbei an den Sportkoordinator Dr. Ingo Friedrich und den Schatzmeister des JVS Lutz Pitsch für die gute Arbeit und die Erarbeitung der Beschlussvorlage. Es war auf der Mitgliederversammlung weiterhin klar argumentiert worden, dass die Beitragserhöhung ausschließlich für die Verbandsentwicklung und explizit NICHT für den Leistungssport verwendet wird. Auch unter jüngst durch den Landessportbund Sachsen e.V. verfügten erheblichen Mittelkürzungen im Bereich Leistungssport hält der Vorstand und der Hauptausschuss daran fest, dass die Mehreinnahmen ausschließlich den Vereinen und Aktiven zugute kommen sollen.

Hier die Beschlüsse/Kosten (in Euro) per 1.1.2021 im Einzelnen (in Klammern bisherige Kosten):

Gebühren für Aus- und Fortbildung

Neuausbildung Trainer C (250,00) 220,00
Neuausbildung Sportassistenten (2 WE im SB) (60,00) 50,00
Neuausbildung Abnahmeberechtigte (1 WE zentral) (80,00) 70,00
Fortbildung Trainer A/B/C inkl. Lizenz (1 WE zentral) (80,00) 70,00
Fortbildung Trainer A/B/C inkl. Lizenz (1 WE im SB) (60,00) 50,00
Fortbildung Abnahmeberechtigte (1 WE zentral) (80,00) 70,00
Ausbildung Ban zu Bez. (Aspirantenlehrgang) 25,00
Fortbildung Kampfrichter Bezirk (1 WE SB) (35,00) 30,00
Neuausbildung Kampfrichter ( 3 Module) (160,00) 130,00
Ausbildung Ban zu Bez. im Rahmen Neuausbildung 80,00
Zentrales Kampfrichter-Seminar (1WE zentral) 50,00

 

Tagessätze für Kampfrichter

Videobeobachter Care-System (12,00) 15,00
Bezirkskampfrichter/-anwärter (20,00) 22,00
Landeskampfrichter (22,00) 25,00
Gruppenkampfrichter (25,00) 28,00
Bundeskampfrichter (27,00) 30,00
IJF B/A Kampfrichter (30,00) 35,00

Zudem wurden das Tagegeld erhöht (8h€/14€ und 24h/28€) und die km-Pauschale auf 30ct/km angehoben.

Der Vorstand bedankt sich bei den Hauptausschussmitgliedern für das einstimmige Votum und die Abstimmung in den Corona-bedingt nicht sonderlich einfachen Zeiten.

Weiterhin wurden vom Hauptausschuss Änderungen der Passordnung (von nun an können auch Leiter der Sportbezirke auf offiziellen Maßnahmen des Bezirks Überträge aus Kinderpässen oder von Kyu-Graduierungen [8. und 7. Kyu] mit offiziellen DJB-Urkunden gegen Vorlage der Originaldokumente übertragen) und der Wettkampfordnung (Jugendsonderregeln/Alters- und Gewichtsklassen) beschlossen. 

Die Ordnungen werden nun aktualisiert und sollen den vereinen ab der ersten Januarwoche zur Verfügung stehen.

 

Letztlich möchte der Vorstand des des JVS es nicht versäumen, allen Mitgliedern des JVS, allen Angehörigen und allen Freunden des Judosports ein wunderschönes, besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein tollen Judojahr 2021 zu wünschen. Diese Wünsche sind verbunden mit dem wichtigsten Wunsch in diesen Zeiten: Bitte bleiben Sie/bleibt gesund.

 

Im Namen des Vorstandes und des Hauptausschusses des JVS,

Frank Nitzel, Präsident.

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