Online-Schulung zum Kinder- und Jugendschutz vom 30. März 2022

Kinder- und Jugendschutz bleibt ein sensibles und wichtiges Themenfeld in der Verbandsarbeit im JVS. Gemeinsam Judo zu trainieren ist mit sexuellen Übergriffen nicht vereinbar. Die Grenzen des Einzelnen und das Recht auf Selbstbestimmung sind von uns allen, insbesondere für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen, zu schützen, zu wahren und zu berücksichtigen. Natürlich gibt es immer wieder “unbequeme” Fragen, die uns insbesondere auch als Trainer*innen beschäftigen. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es oft Momente, in denen man unsicher auf die Situation reagiert oder nicht sicher ist, wie man idealerweise reagieren sollte. Solche Fragen, aber auch wichtige, theoretische Hintergrundinformationen stellte Thomas Buchmann am vergangenen Mittwochabend, den 30. März 2022, einer Gruppe von knapp 50 Teilnehmer*innen interessant und lebendig vor. Das Feedback spiegelte wider, dass die Teilnehmer*innen immer wieder einige praktische (Umsetzungs-)Fragen bewegen, die aktuellen Vorfälle zu Unsicherheiten führen, aber auch eine klare Tendenz zu erkennen ist, dass die Gesellschaft sich von den Denk- und Handlungsansätzen verändert. Ein großes Thema war auch, wie sich Trainer *innen überhaupt noch den Kindern und Jugendlichen nähern können, ohne gleich “angegriffen” zu werden oder “unter Verdacht” zu geraten. Jede*r, der sich mit dem Thema Kinder- und Jugendschutz befasst, bringt zum Ausdruck, seine Verantwortung zum Schutz der Zielgruppe ernst zu nehmen. Aus dieser Verantwortung gegenüber allen im Judo, insbesondere gegenüber den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen, ist es notwendig, sich offen mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Die Teilnehmergruppe war sehr dankbar für die praxisnahen Empfehlungen und die im Anschluß stattgefundene, sehr offene Diskussion. Es wurde eine Wiederholung gewünscht, der das Kinder- und Jugendschutzteam um Thomas Buchmann und Mandy Liesebach sehr gern zu gegebener Zeit nachkommen wird.

Schön war auch die praxisnahe, inhaltliche Unterstützung von Landesstützpunkttrainer Frederik Jäde (U15), der auch ein paar Einblicke aus seinem Traineralltag gab und sehr wohl auch immer ein paar Fragen, aber auch klare Empfehlungen hat.

Vereine, die dieses Thema in ihre Trainerschaft mit aufnehmen möchten und hier auch weitere Unterstützung, z.B. beim Aufbau eines entsprechenden Kinderschutzkonzeptes wünschen, können sich gern an Thomas Buchmann (thomas.buchmann@judoverbandsachsen.de) oder Mandy Liesebach (mandy.liesebach@judoverbandsachsen.de) wenden.

Text: Mandy Liesebach und Thomas Buchmann

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