Lehrgangsbericht Trainer C Ausbildung Werdau 19.04.-24.04.22

Am Dienstag, dem 19.04.22 ging es für viele angehende Trainer erneut nach Werdau, um dort ihren 2. Teil der Trainer C Ausbildung zu absolvieren. Nachdem, mit einigen Nachzüglern, alle gut in der Sportschule angekommen sind und ihre Zimmer bezogen haben, wurde der Lehrgang von Rene Liesebach eröffnet, Organisatorisches geklärt und Matten aufgebaut. Herr Dr. Ulbricht informierte uns im direkten Anschluss über Regeln zum Lernen von Judotechniken und Trainingsmethodischen Befähigungen. Bevor wir unser wohl verdientes Mittagessen einnehmen durften, ging es auf die Matte, wo wir uns noch einmal genauer mit dem Kyuprogramm und DJB-Graduierungsprogramm beschäftigten. Das Mittagessen hat uns natürlich nicht enttäuscht und so trafen wir uns um 13.30 Uhr erneut auf der Matte und führten die vorgehende Praxiseinheit fort. Im 2. Block des Nachmittags traf dann Jakob Schiek zu unserer Gruppe und wir beschäftigten uns mit dem Thema Persönlichkeits- und Teamentwicklung wobei die Judowerte eine besondere Rolle spielten. Im 3. Teil tauschten wir uns über die Vermittlung von Judotechniken im Anfängerbereich aus und bekamen dazu neuen Input für unser späteres Trainerdasein. Auch das Abendbrot enttäuschte uns nicht und so konnten wir uns mit neuer Energie den letzten beiden Einheiten mit Lutz Richter widmen. Um Biologische und Biomechanische Grundlagen ging es im 1. Teil der Theorie und mit der Praxis zur Optimierung Koordinativer Fähigkeiten, Finten und Kombinationen beendeten wir den 1. Lehrgangstag. Einige von uns hatten tatsächlich noch etwas Energie übrig und trainierten noch ein wenig im Kraftraum, während der Rest den Abend gemütlich in Gemeinschaft ausklingen ließ.

Wie jeden weiteren Tag gab es am Mittwoch um 7.30 Uhr Frühstück. Mit neuer Energie starteten wir den 2. Lehrgangstag mit einem Theorieblock zum Thema Konditionelle Fähigkeiten und Kraftfähigkeiten bei Herrn Dr. Lutz Richter. Dieses theoretische Wissen wurde anschließend direkt praktisch und umgesetzt, indem wir Pezibälle sowohl für Spiele, Turnübungen, als auch Kraftübungen nutzten, was uns ganz schön zum schwitzen brachte. Das ganze war an dem Kadertest des JVS angelegt. Die Nachmittagseinheit hatte das Thema „Leben als Leistungssportler und Trainer“ und von wem kann man dazu wohl mehr lernen, als von Olympiasieger Udo Quellmalz. Er erzählte sehr viel über seinen Werdegang, sein Trainerdasein und wir tauschten uns über viele Dinge aus. In der praktischen Einheit verriet er uns dann noch ein paar Tricks und Tipps und demonstrierte seine Spezialtechnik – jeder weiß natürlich welche das ist 😉 . Zu unserer Freude hat sich unser Kollege Johannes dazu bereit erklärt die nächste Einheit zu übernehmen und gleich seine Lehrprobe mit uns zu absolvieren. Wir sollten uns als Trainingsgruppe in die Rolle einer U13 hineinversetzen, was für alle beteiligten sehr amüsant war. Johannes hat sich trotz unserer tollen Schauspielkünste nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Lehrprobe mit Bravour bestanden. Er hat also mit guten Ideen vorgelegt und uns Mut gemacht, dass auch der Rest diese gut absolvieren wird. Am Abend losten wir dann per Zufallsprinzip unsere Lehrprobenthemen. Über die zugelosten Themen waren die einen mehr und die anderen weniger begeistert, aber nichtsdestotrotz hat sich jeder der Herausforderung angenommen und wird diese dann nach dem Lehrgang in seinem Verein halten. Damit war der zweite Tag zu Ende.

Am Donnerstag stand die Vormittagseinheit ganz im Sinne von ,,Kata fun for Kids“ mit Rene Liesebach und Herr Schröder wo wir zumindest annähernd die grundlegenden Dinge zur Vermittlung der Nage-No-Kata gelernt haben. Auch an die Katame-No-Kata im Boden wurden wir herangeführt. Am Nachmittag hielt Olaf Busch einen Vortrag zu rechtlichen Grundlagen und mit Thomas Buchmann befassten wir uns mit dem wichtigen Thema Kinder- und Jugendschutz. In der letzten planmäßigen Einheit befassten wir uns mit Wurfprinzipien und bereitete uns schon einmal auf unsere Praxisprüfung vor, die am Samstag anstand. Auch an diesem Abend hatten einige Sportler noch nicht genug vom Sport. Wir spielten noch ein Fußballturnier und vielen anschließend geschafft ins Bett.

Wir starteten am Freitag mit einem Theorieblock zum Thema ,,Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern“ bei Martin Unger und wendeten unsere Kenntnisse direkt in dem darauffolgenden Theorieblock an, wo ein angehender Trainer unserer Gruppe die Aufgabe hatte eine Einheit zu leiten, während der Rest bestimmte Verhaltensmuster zugeteilt bekam. Die Trainingsgruppe und auch die Referenten amüsierten sich auf jeden Fall sehr. Es folgte noch eine Kurze Methodik zur Fehlerkorrektur bis dann auch schon Referentin Miriam Beitans zur Gruppe stieß. Da sie selbst aus dem Leistungssport kommt, war sie die perfekte Wahl um uns das GKKZ und IKKZ des DJB nahe zu bringen. In der Abendeinheit sammelten wir gemeinsam verschiedene Randorispiele und Randoriformen, probierten diese aus und hatten wieder einmal viel Spaß dabei. Der Abend endete in einer gemütlichen Plauderrunde im Clubraum der Sportschule.

Auch Samstag früh übernahm Miriam noch eine Praxiseinheit mit dem Schwerpunkt „Übergangstandboden“. Auch über das Kampfrichterwesen sollte man als Trainer gut Bescheid wissen, weshalb Bundes A Kampfrichter Uwe Sladek eine ausgiebige Theorie Stunde übernahm. Rene Andreis – Vizepräsident unseres Verbandes – traf dann zum Mittagessen zur Gruppe und informierte uns über die Digitalität unseres Verbandes und worum man sich als Trainer sonst noch so kümmern muss. Am Nachmittag stand dann die gefürchtete Praxisprüfung für alle angehenden Trainer bevor. Die Ergebnisse waren trotz aller Nervosität sehr zufrieden stellend. An dieser Praxisprüfung konnten wir perfekt noch eine kleine Korrektureinheit anschließen, indem wir häufig auftretende Fehler methodisch korrigierten. Nach dieser Prüfung hatten wir uns das leckere Abendessen definitiv verdient. Aber das war es noch nicht für diesen Tag, denn für die Abendeinheit war die Theorieprüfung angekündigt. Auch diese haben alle mit Bravour (und viel Spaß) bestanden.

Dann war es auch schon Sonntag und am letzten Tag kam noch unser Verbandspräsident Frank Nitzel zu uns nach Werdau um zwei letzte Einheiten zu leiten. Im ersten Praxisteil beschäftigten wir uns mit dem Thema „Handlungskomplexe“. Am Ende der Praxiseinheit hatten wir dann die schöne Aufgabe jedem Komplimente auf ein Blatt auf dem Rücken zu schreiben. Das positive Feedback jedes Einzelnen einem anderen gegenüber zeigt, wie gut wir als Gruppe über die Woche zusammengeschweißt sind, wie viel Spaß wir miteinander hatten und was wir alles von einander gelernt haben. Die letzte Theoriestunde im Anschluss hatte den Schwerpunkt der Strukturen des DJB als auch des JVS, die uns ebenfalls Frank Nitzel noch einmal genauer erläuterte. Mit einer letzten kleinen und fast ausschließlich positiven Feedbackrunde beendeten wir diesen Lehrgang. Noch ein letztes mal genossen wir das leckere Mittagessen bevor sich alle auf den Weg in die Heimat machten.

 

Text und Bilder: Mia Holz

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