2. Dan-Konsultation 2022

Huhu, ich bin’s, der August. Puh, die letzten Wochen waren ein Spaß, ich habe so viel erlebt! Am vergangenen Samstag gab es erneut einen Judo-Tag, bei dem ich dabei sein durfte. 34 Sportlerinnen und Sportler sowie 3 Danprüfer, unser Katabeauftragter und ich haben uns auf den Weg nach Rammenau zur 2. Dankonsultation dieses Jahres gemacht.

Ein bisschen aufgeregt war ich auf der Autofahrt schon. Ich bin zwar schon lange dabei beim Judo, doch so ganz sicher war ich mir jetzt doch nicht mehr. Was macht man eigentlich bei einer Dankonsultation? Muss jede einzelne Technik jetzt schon bei den Prüflingen im Kopf sein? Wenn ich so an mich denke…ich bin zwar fleißig, doch so manchmal vergesse ich dann doch ganz schön viel…

Aber zum Glück habe ich so viele liebe Judoka bei mir. Die konnten mich im Auto ganz schnell beruhigen. Klar war mir ja, dass man als Prüfling vor seiner Meisterprüfung noch ganz viele Fragen hat. Und die möchte man am besten mit den Prüfern besprechen. Ich erinnere mich noch an die Wochen vor meiner Prüfung. Da schwirrte mir so viel durch den Kopf! Zum Beispiel…„Zeige ich die Technik so richtig? Darf ich die Bodentechnik im Stand beginnen? Und wie läuft die Prüfung denn eigentlich ab?“

Ich glaube den anderen Prüflingen ging es auch so, denn viele weitere Fragen mussten im Laufe des Tages geklärt werden. Aber das hat prima funktioniert! Und ich weiß jetzt auch wieder so viel mehr.

So, endlich angekommen! Schnell in die Umkleide – nicht vergessen mich zu ducken, sonst haue ich mir wieder mal den Kopf ein – Judogi an und dann ab auf die Matte. Den schwarzen Gürtel habe ich bereits abgelegt, so kann ich heute den aufgeregten Judoka mein Wissen gemeinsam mit den Prüfern weitergeben.

Habe ich da gerade frischen Kaffee gerochen? Und mein großer Bauch hat auch schon geknurrt. Die lieben Mitglieder vom JSV Rammenau haben für uns leckere belegte Brötchen bereitgestellt. Hmm…das schmeckt mir gut. Da musste ich aufpassen, nicht zu viel zu essen, sonst wird die Erwärmung dann echt anstrengend. Oh, alle anderen sind schon fertig. Na dann los, frisch gestärkt auf die Matte, ich freue mich.

In einer lockeren Runde wurden die 30 angereisten Dananwärter von meinem Freund René Liesebach gemeinsam mit Susanne, Andreas und Jörg begrüßt. Nach einer kleinen Runde Erwärmung ging es dann auch schon los.

Begonnen haben wir auf der ersten Matte mit der Nage no Kata. Das war ein Spaß. Hier fielen die Ukes immer auf eine vorgeschrieben Weise. Und so ruhig war das hier! Ich hätte mir einbilden können, die Köpfe der Judoka rattern gehört zu haben. Neben mir war unser Kata- Kommissionsleiter Jörg. Den habe ich auch immer mal was gefragt, und er weiß ja so viel! Er war hier völlig in seinem Element und konnte so sein Wissen den Aspiranten vermitteln.

Nun bin ich schnell zur Matte daneben gelaufen. Das war eine ganz andere Stimmung. Mein Freund Andreas zeigte hier die Grundformen und Anwendungsaufgaben der Standtechniken. Dabei machte er den Prüflingen deutlich, wie intensiv beide Partner agieren sollen. Die Anwendungsaufgaben sahen manchmal wirklich wie beim Wettkampf aus! Das bereitet mir eine Freude! Und was ich dabei wieder gelernt habe – ganz wichtig sind hier genauso wie auf der Matte beim Jörg Kuzushi – Tsukuri – Kake. Und das muss alles in Verbindung mit dem richtigen Wurfprinzip stehen. Weil das, das A und O beim Judo ist, habe ich mich auch gleich nochmal daran probiert und ein paar Techniken werfen dürfen. Ganz schön anstrengend, wenn ich ordentlich in die Knie gehen wollte.

Und dann habe ich mich noch zu unserer Susi geschlichen. Sie erläuterte den interessierten Judoka das Themengebiet der Bodenarbeit in der Grundform und im Anwendungsbereich. Auf dem Boden rumkullern, das macht mir Freude! Doch hier ging es etwas mehr um die genaue Ausführung der Technik. Auf was man da alles achten muss, wie war das gleich noch? Ach ja …. Stützflächen von Uke erkennen und diese ihm wegnehmen …

Und als nächstes haben wir noch die richtige Anwendung der Wirkprinzipien besprochen. Immer wieder haben wir geschaut: ist die Schlinge richtig um den Hals gesetzt? Auf was ein Prüfer alles achten muss, bewundernswert!

Geschafft, das war anstrengend! Natürlich bin ich als Maskottchen auch heute wieder kuschelbedürftig und darf gerne in den Arm genommen werden. Da fühle ich mich echt wohl. Wie toll, dass man beim Judo immer wieder tolle Menschen findet.

So, das war es wieder von Eurem August, bis bald.

Gruppenfotos aller Teilnehmer und des Imbissteams

Text und Bilder: August

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