Bodenstark

Mit den Lions Open wurde am vergangenen Wochenende in Leipzig ein neues Turnierformat erfolgreich umgesetzt. Mehr als 80 Judoka reisten zur Premiere des Bodenturniers an, darunter Teilnehmende aus Österreich, Polen, Wolfsburg, Rostock sowie aus verschiedenen Vereinen Sachsens und des mitteldeutschen Raums. Auch Bodenspezialisten aus dem Brazilian Jiu-Jitsu waren vertreten und trugen zur sportlichen Vielfalt des Turniers bei.

Der Judo-Verband Sachsen begrüßt das Engagement des ausrichtenden Vereins Leipziger Sportlöwen, der mit der Organisation der Lions Open neue Impulse für den Wettkampfbetrieb im Bodenkampf setzt.

Straffer Ablauf und volle Matte

Besonders gelobt wurde der reibungslose Ablauf des Turniers. Die Kämpfe wurden in drei Altersklassen ausgetragen und in zwei Zeitfenstern organisiert, was kurze Wartezeiten und optimale Bedingungen für die Athlet:innen schuf.

„Für eine erste Ausgabe ist das ein fantastisches Ergebnis“, resümiert Geschäftsführer und Mitorganisator Sören Starke. „Ich habe selten so viel positives Feedback bekommen. Viele Teams haben sich bedankt und wollen im nächsten Jahr unbedingt wiederkommen. Das zeigt, dass wir mit Konzept, Ablauf und Atmosphäre goldrichtig lagen.“

Open Class mit außergewöhnlichem Highlight

Ein echtes Highlight bot die Open Class, die ohne Alters- oder Gewichtsbeschränkungen ausgetragen wurde. Schon der erste Kampf sorgte für Aufsehen: Pascal Stock (Leipziger Sportlöwen) und Bruno Hofmann (Judokan Schkeuditz 2000) lieferten sich einen intensiven Bodenkampf, der auch nach 35 Minuten im Golden Score unentschieden blieb. In sportlich-unkonventioneller Manier entschieden die Athleten das Duell schließlich per Schere-Stein-Papier. Der Jubel in der Halle war groß, der Sieger stand fest – doch der eigentliche Gewinn war das Erlebnis selbst. Beide Kämpfer erhielten verdienten Applaus und sorgten für einen Gänsehautmoment, der in die Geschichte dieses Turniers eingehen dürfte.

Am Ende setzte sich Aaron Schneider in der Open Class durch, gefolgt von Matteo Schmitt auf Rang zwei. Sören Starke und Tobias Mathieu teilten sich Platz drei.

Fazit: Ein Format mit Zukunft

Die Premiere der Lions Open zeigt, dass kreative Wettkampfformen auch im Judo großen Zuspruch finden können. Bereits jetzt laufen Überlegungen, für 2026 kleinere Anpassungen vorzunehmen, um den Ablauf weiter zu optimieren – das Grundkonzept soll jedoch unverändert bleiben. Der Judo-Verband Sachsen gratuliert den Leipziger Sportlöwen zu einer gelungenen Veranstaltung und freut sich darauf, dieses oder ähnliche Formate auch in Zukunft im sächsischen Wettkampfgeschehen zu sehen.