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Zwei Bronzemedaillen für Sachsen beim Europacup der U18 in Győr

🥋 Zwei Bronzemedaillen für Sachsen beim Europacup der U18 in Győr
Am vergangenen Wochenende fand in Győr (Ungarn) der Europacup der männlichen und weiblichen U18 statt. Rund 500 Judoka aus 29 Nationen gingen an den Start und sorgten für hochklassige Kämpfe und eine beeindruckende Atmosphäre.
Für die sächsischen Athletinnen und Athleten war es der letzte Europacup des Jahres – und sie nutzten die Gelegenheit, noch einmal ein starkes Ausrufezeichen zu setzen: Erstmals seit sechs Jahren gelang es wieder, Medaillen bei einem U18-Europacup zu gewinnen.
Am ersten Wettkampftag sorgte Ali Gaffarli (JV Leipzig-Stahmeln) in der Gewichtsklasse bis 50 kg für den ersten großen Erfolg. Mit offensivem und attraktivem Judo kämpfte er sich souverän bis ins Halbfinale vor. Dort führte er bis kurz vor Schluss, ehe ein riskanter Moment das Finale kostete. Doch Ali ließ sich davon nicht beirren: Im Kampf um Platz 3 gegen einen ungarischen Lokalmatador zeigte er mentale Stärke, dominantes Judo und bewies, dass Disziplin und Hingabe zum Sport am Ende belohnt werden – er sicherte sich die Bronzemedaille in eindrucksvoller Manier.


Am zweiten Tag setzte Hannes Schürer (Leipziger Sportlöwen) den Erfolg fort. In der stark besetzten Klasse bis 73 kg zeigte er spektakuläres und technisch anspruchsvolles Judo mit hohem Unterhaltungswert. Seine ersten drei Kämpfe gewann er dominant, bevor er im Poolfinale einen Rückstand durch eine sehenswerte Verkettung von Bodentechniken aufholte und sich damit den Einzug ins Halbfinale sicherte. Dort dominierte Hannes den Kampf klar gegen einen Georgier und führte bereits mit zwei Wertungen, ehe ihn ein kleiner Fehler, den sein Gegner blitzschnell ausnutzte, vom Einzug ins Finale abhielt.
Mit mentaler Stärke und vollem Einsatz fand er zurück in seinen Rythmus und entschied schließlich den Kampf um Platz 3 gegen einen ungarischen Athleten vorzeitig für sich. Die Stimmung in der Halle war dabei einzigartig: Die sächsischen Sportlerinnen feuerten Hannes lauter an als die ungarischen Lokalmatadoren, was ihn zusätzlich beflügelte und die zweite Bronzemedaille für Sachsen perfekt machte.


Die gesamte sächsische Delegation unterstützte sich gegenseitig lautstark – ein echtes Team Sachsen, das zusammengewachsen ist und füreinander kämpft. Auch die weiteren Starterinnen und Starter zeigten starke Leistungen, sammelten wertvolle internationale Erfahrung und nutzten die Gelegenheit, sich mit der europäischen Spitze zu messen.
Im Anschluss an das Turnier trainieren die Athletinnen unter der Leitung von Landestrainer Frederik Jäde noch im internationalen Trainingscamp, um sich gezielt auf kommende Aufgaben vorzubereiten.
Diese beiden Bronzemedaillen sind ein starkes Zeichen für die Nachwuchsarbeit in Sachsen und machen Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. Der JVS ist stolz auf seine jungen Athletinnen und Athleten – ein beeindruckendes Wochenende für das sächsische Judo!
Text: Frederik Jäde
Bilder: divers
