Eine Woche ohne Schule, ohne Alltag – und sogar ohne Handy. Dafür mit jeder Menge Judo, Spielen, neuen Freundschaften und kleinen und großen Abenteuern: Beim diesjährigen JVS-Feriencamp kamen 35 junge Judoka im Alter von 8 bis 14 Jahren aus verschiedenen Vereinen aus ganz Sachsen zusammen.
Von Sonntag, dem 25.07., bis Freitag, dem 30.07., wurde der Sportpark KiEZ in Grünheide für eine Woche zum gemeinsamen Zuhause. Begleitet wurden die Kinder von fünf Trainerinnen und Trainern, die ebenfalls aus unterschiedlichen Ecken Sachsens zusammenkamen und für ein abwechslungsreiches Programm sorgten.
Und davon gab es reichlich: Natürlich standen verschiedene Judoeinheiten auf dem Plan. Daneben warteten kreative Spiele, Gruppenchallenges und ein Besuch im Kletterpark auf die Kinder. Ein Ausflug führte außerdem ins Raumfahrtmuseum nach Morgenröthe-Rautenkranz. Dazwischen blieb immer wieder Zeit, gemeinsam zu spielen, Neues auszuprobieren und einfach die Ferien zu genießen.
Einige der Kinder kannten das Feriencamp bereits aus den vergangenen Jahren und freuten sich auf ein Wiedersehen. Für viele andere war es dagegen das erste Mal. Doch spätestens nach den ersten gemeinsamen Spielen spielte es kaum noch eine Rolle, wer aus welchem Verein kam oder wer sich vorher schon kannte.
Aus Trainingspartnern werden Freunde
Genau das macht das JVS-Feriencamp zu etwas Besonderem. Natürlich geht es um Judo, Bewegung und eine richtig gute Ferienwoche. Gleichzeitig entsteht hier aber auch ein Austausch zwischen Kindern aus Vereinen, die im normalen Trainingsalltag teilweise weit voneinander entfernt sind.
Einige der jungen Judoka erzählten, dass sie sich nach vergangenen Feriencamps bei Wettkämpfen wiedergesehen haben. Plötzlich steht auf der anderen Seite der Matte nicht mehr nur „jemand aus einem anderen Verein“, sondern jemand, mit dem man im Sommer eine Woche lang trainiert, gespielt und gelacht hat. Und so wird bei Wettkämpfen dann auch schon einmal vereinsübergreifend angefeuert.
Eine Woche ohne Handy? Unbedingt!
Was vielen Erwachsenen vielleicht zunächst wie die größte Herausforderung der Woche erscheint, ist für erstaunlich viele Kinder sogar eines der Highlights: Im Feriencamp bleiben die Handys aus.
Und dann passiert etwas ziemlich Schönes. Die freie Zeit füllt sich ganz von allein.
Es werden Frisbees durch die Luft geworfen, Tischtennismatches ausgetragen, Spiele erfunden oder riesige Wasserschlachten veranstaltet. Die Kinder beschäftigen sich miteinander, statt mit einem Bildschirm. Sie sind draußen, bewegen sich, quatschen, lachen und vergessen dabei manchmal völlig die Zeit.
Vielleicht ist genau das das Erfolgsrezept des JVS-Feriencamps: Es braucht gar nicht viel, damit eine besondere Ferienwoche entsteht. Ein paar Judomatten, jede Menge Bewegung, ein abwechslungsreiches Programm – und vor allem Kinder, die Lust darauf haben, gemeinsam etwas zu erleben.
Am Ende bleiben nicht nur neue Judotechniken und müde Beine, sondern Geschichten, Freundschaften und Erinnerungen, die weit über diese eine Ferienwoche hinausreichen.
Und wer weiß: Vielleicht sieht man sich schon beim nächsten Wettkampf wieder – am Mattenrand, lautstark beim gegenseitigen Anfeuern.
Also haltet im kommenden Jahr gut Ausschau nach der Ausschreibung und seid dabei ;)