zweites Wochenende der Trainer*innenausbildung

Der erste Tag der Trainerausbildung begann um 8:45 Uhr mit der Begrüßung durch die Referierenden, Miriam und Torben Baitans, sowie einer Vorstellungsrunde, um Inhalte zielgruppengerecht auszurichten. Nach dem Mattenaufbau und Umziehen startete die Praxis um 9:35 Uhr mit einer umfassenden Gelenksmobilisation. Es folgten vorbereitende Übungen für Einbeintechniken, zunächst isoliert und partnerweise, später zunehmend komplexer mit Gleichgewichtsreizen, Koordinationsaufgaben und vielfältigen Sprungformen. Dabei wurde die Bedeutung eines altersgerechten Aufbaus zur Schonung der Gelenke betont.

Im weiteren Verlauf standen zentrale Einbeintechniken wie O-uchi-gari, O-soto-gari, Uchi-mata, Harai-goshi und Hiza-guruma im Fokus. In Gruppen wurden technische Kernaspekte, methodische Reihen sowie Kombinationen erarbeitet und präsentiert. Ergänzend wurden verschiedene Vermittlungsmethoden (u. a. deduktiv/induktiv, Stufen- und Ganztechnikmethode) thematisiert.

Nach der Mittagspause folgte ein Block zu Dehnmethoden mit praktischer Anwendung (statisch, dynamisch sowie Methoden wie Contract-Relax). Anschließend wurden dynamische Mobilisations- und Kräftigungsübungen („Animal Moves“) durchgeführt.

Darauf aufbauend wurde insbesondere die Kombination O-uchi-gari zu Uchi-mata vertieft, inklusive technischer Details und methodischer Übungsformen. Zudem erfolgte die Differenzierung zwischen Ashi- und Koshi-Uchi-mata mit verschiedenen Varianten und Griffmöglichkeiten.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf spielerischen Zweikampfformen, die koordinative, taktische und wettkampfrelevante Fähigkeiten förderten. Anschließend wurden Trainingsformen systematisiert sowie Aufgabenrandoris im Stand und Boden durchgeführt.

Zum Abschluss des Tages standen Bodenlösungen aus der Guard-Position und Einbeinklammer im Fokus, teilweise mit Einflüssen aus dem BJJ. Der Tag endete nach dem Abendessen mit einer Präsentation zum Thema „Essstörungen im Sport“.

Der zweite Tag begann um 9:00 Uhr und behandelte die Schwerpunkte Motivation, Lernförderung und Koordination. Zum Einstieg wurde ein Aufmerksamkeitsspiel im Kreis durchgeführt, bei dem Tennisbälle geprellt und auf Kommando („Hepp“, „links“, „rechts“) weitergegeben werden mussten. Ergänzend gab es Hinweise zum gezielten Einsatz der Stimme, zur Lautstärke sowie zur Nutzung von Gestik und Trillerpfeife.

Im Bereich der Hand-Augen-Koordination wurden Übungen mit ein und zwei Bällen durchgeführt, sowohl einzeln als auch mit Partner. Es folgten verschiedene Spielformen wie Memory in Teams, eine bewegungsorientierte Variante von „Mensch ärgere dich nicht“, Schach sowie die „Materialschlacht“ und „4-Leute-4-Ecken“.

Im Kraftteil standen Unterarmstütz („Frosch“), Kniebeugen mit Fehleranalyse sowie Partnerübungen im Fokus. Zudem wurden grundlegende Bewegungsmuster des Ganzkörperkrafttrainings vorgestellt. Abschließend wurden Erwärmungsformen für das Bodentraining erarbeitet und praxisnah umgesetzt.